Leitlinien für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung in Heidelberg

Die Stadt Heidelberg setzt auf eine kinderfreundliche Verkehrsplanung, um den Straßenraum in Wohn- und Mischgebieten sicherer und attraktiver für Kinder und Jugendliche zu gestalten. Dabei werden sie als eigenständige Interessengruppen wahrgenommen, deren Bedürfnisse und Interessen in den Planungsprozessen berücksichtigt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf sicheren Querungshilfen. Konfliktfreie Ampelschaltungen mit ausreichend langen Grünphasen und kindgerechter Ausstattung, wie niedrig angebrachte Schalter, sollen das Überqueren von Straßen erleichtern. Querungshilfen werden insbesondere vor Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen und an ÖPNV-Haltestellen vorgesehen, um häufig genutzte Wege sicherer zu machen. Verkehrsberuhigung spielt eine zentrale Rolle. In Wohngebieten wird grundsätzlich Tempo 30 eingeführt, unterstützt durch Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen, Schwellen und Mittelinseln. Ziel ist es, die Verkehrsgeschwindigkeit effektiv zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen. Auch Fuß- und Radwege werden optimiert. Breite, barrierefreie Gehwege und klar getrennte Radwege mit ausreichender Beleuchtung sollen die Mobilität von Kindern fördern. Radwege werden in der Nähe von Schulen, Sportstätten und Freizeiteinrichtungen geplant, ergänzt durch geeignete Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die auch für Kinderfahrräder geeignet sind. Der öffentliche Nahverkehr wird ebenfalls angepasst. Haltestellen sollen barrierefrei gestaltet und mit kinderfreundlichen Informationen ausgestattet werden. Fahrzeuge erhalten Haltevorrichtungen in Kinderhöhe sowie ausreichend Platz für Kinderwagen und Fahrräder. Durch kurze Taktzeiten und günstige Tarife für Familien wird der ÖPNV noch attraktiver gestaltet.

Metropolregion Rhein-Neckar

Contentmanager Digitales Mobilitätsnetzwerk

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